Sehr geehrte Damen und Herren, 
 

Mit dem starken Ausbau der erneuerbaren Energien hat Deutschland in den vergangenen Jahren eine deutliche Vorreiterrolle im weltweiten Vergleich eingenommen. Der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Endenergieverbrauch hat sich von 3,8 % im Jahr 2000 auf 9,8 % in 2007 gesteigert. Die Bundesregierung hat das Ziel, diesen Anteil bis zum Jahr 2020 auf 18 % zu steigern, so dass auch zukünftig ein erheblicher Ausbau der erneuerbaren Energien notwendig sein wird. Speziell im Bereich der Wärme- und Stromerzeugung durch holzartige Biomasse gibt es noch große Ausbaupoteziale.

Die Branche der Holzenergie in Deutschland gehörte in den vergangenen Jahren zu den Industriezweigen, die sich durch ein stetiges Wachstum ausgezeichnet haben. Dieser Erfolg ist, zumindest in diesem Branchensegment, auf stabile Rahmenbedingungen zurückzuführen, die die Politik für den Ausbau der Holzenergie in Deutschland geschaffen hat. Auf Basis eines stabilen Inlandsmarktes war es den Unternehmen damit möglich, sich auch international eine gute Wettbewerbsposition zu erarbeiten. In 2008 wurden im Bereich der wärmebezogenen Nutzung von Biomasse, die überwiegend aus Holz besteht, 1,5 Mrd. Euro an Neuinvestitionen getätigt. Allein im Bereich der Biomassebereitstellung waren in 2008 28.500 Personen beschäftigt. Insgesamt arbeiten momentan im Bereich der energetischen Biomasseverwertung über 95.000 Personen. Der Pelletbereich vergrößerte sich gegenüber 2007 um fast 30 %. Inwischen sind über 100.000 Pelletöfen und –kessel installiert.

Wer Holz verwendet, trägt aktiv zum Umwelt- und Klimaschutz bei und hilft Arbeitsplätze in ländlichen Regionen zu schaffen und zu sichern. Vor allem in Zeiten steigender Mobilitätsbedürfnisse und steigendem Energiebedarf zur Wärmeversorgung, ist ein Umdenken hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung notwendiger denn jemals zuvor. In Anbetracht der Wichtigkeit der Schaffung innovativer Technologien und Branchen für das Inland, aber auch als Exportprodukt, ist es auch volkswirtschaftlich unabdingbar in die Branche zu investieren.

Doch um Holz auch verstärkt auf den Energiemärkten einzusetzen, müssen alle Beteiligten ihre Kräfte bündeln und die Rahmenbedingungen entsprechend gestaltet werden. Die Messe IHE Holzenergie und der 9. Internationale BBE-Fachkongress bilden gemeinsam die zentrale Plattform im Bereich Holzenergie und haben sich als wichtigster Branchentreffpunkt in Deutschland fest etabliert. Jeweils bis zu 300 Kongressteilnehmer in den letzten Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Lassen Sie uns gemeinsam schauen, welchen Effekt zum Beispiel die Novellierung des EEG auf den Holzmarkt ausübt und wie ein Monitoring des novellierten EEG durch das Biomasseforschnungszentrum ausfällt. Ebenfalls im Praxistest ist momentan das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz, welches durch eine Vertreterin des BMU in seiner Praxistauglichkeit bewertet wird. Viele Themen, die es notwendig machen einen brancheninternen Informations- und Gedankenaustausch voranzutreiben.

Ihr


Helmut Lamp, MdB
Vorsitzender des Vorstandes des BBE
 

 

 
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